KHVVG und KHTFV: Krankenhausreform verstehen und Fördermittel sichern

Das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) verändert die Krankenhausfinanzierung. Die Krankenhaustransformationsfonds-Verordnung (KHTFV) definiert, wie Fördermittel für Transformationsprojekte beantragt werden. Erfahren Sie, welche Schritte jetzt für Ihr Krankenhaus entscheidend sind.

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KHVVG und KHTFV in 30 Sekunden erklärt: Überblick für Krankenhäuser

  • KHVVG reformiert Finanzierung, Planung und Qualität der Krankenhausversorgung
  • KHTFV regelt die konkrete Umsetzung und Förderfähigkeit von Transformationsprojekten.
  • Fördertatbestände (FTB) definieren, welche Maßnahmen unterstützt werden.
  • Digitale Systeme und Datenmanagement sind zentral für erfolgreiche Förderanträge.
  • Frühzeitige Planung sichert Fördermittel, Qualität und Zukunftsfähigkeit

KHVVG Definition: Krankenhausreform, Finanzierung und Qualitätsziele

Das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) ist die zentrale Reform der stationären Krankenhausversorgung in Deutschland. Es legt die Grundlagen für Vorhaltevergütung, Leistungsgruppen und Qualitätskriterien und zielt darauf ab:

  • die Versorgung zu verbessern
  • wirtschaftliche Stabilität zu sichern
  • Doppelstrukturen abzubauen
  • digitale und sektorenübergreifende Zusammenarbeit zu fördern

KHVVG Leistungsgruppen und Vorhaltevergütung: Was Krankenhäuser wissen müssen

Krankenhäuser werden künftig über Leistungsgruppen vergütet, die bestimmte Struktur- und Qualitätsanforderungen erfüllen. Zusätzlich gibt es eine Vorhaltevergütung, die Fixkosten unabhängig von Fallzahlen abdeckt.

Vorteile für Krankenhäuser:

  • Finanzielle Planungssicherheit
  • Fokus auf Qualität statt Fallzahlen
  • Grundlage für Förderfähigkeit im Transformationsfonds

KHVVG Fördertatbestände (FTB): Fördermittel gezielt beantragen

Der Krankenhaustransformationsfonds unterstützt Projekte, die einem der acht gesetzlich definierten Fördertatbestände (FTB) entsprechen:

Standortübergreifende Konzentration akutstationärer Versorgungskapazitäten
Bündelung von Ressourcen zur Erfüllung von Qualitätskriterien und Mindestvorhaltezahlen.

Umstrukturierung zu sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen:
Umwandlung von Krankenhausstandorten in Einrichtungen, die über die reine Akutversorgung hinausgehen.

Bildung telemedizinischer Netzwerkstrukturen:
Aufbau von Netzen für Telemedizin, einschließlich robotergestützter Telechirurgie.

Bildung spezialisierter Zentren:
Einrichtung von Zentren für seltene oder komplexe Erkrankungen an Hochschulkliniken, oft in Kooperation mit anderen Krankenhäusern.

Bildung regionaler Krankenhausverbünde:
Schaffung regionaler Verbünde, um Doppelstrukturen abzubauen und die Effizienz zu steigern.

Bildung integrierter Notfallstrukturen:
Schaffung zusammenhängender Notfallversorgungsstrukturen, einschließlich notwendiger Baumaßnahmen.

Schließung von Krankenhäusern oder Teilen davon:
Förderung der geordneten Schließung von nicht mehr benötigten Einrichtungen oder Abteilungen.

Schaffung zusätzlicher Ausbildungskapazitäten:
Förderung der Schaffung von Ausbildungsplätzen in der Pflege, nicht aber der laufenden Ausbildungskosten selbst.

KHTFV: Umsetzung der KHVVG-Fördertatbestände

Die Krankenhaustransformationsfonds-Verordnung (KHTFV) regelt die Umsetzung der Fördertatbestände. Sie bestimmt:

  • welche Maßnahmen förderfähig sind
  • welche Nachweise erbracht werden müssen
  • wie Fördermittel beantragt werden

Praxis-Tipp: Frühzeitige Planung und strukturierte Projektdokumentation erhöhen die Chance auf Bewilligung.

KHTFV Anforderungen: So sichern Krankenhäuser Förderfähigkeit

Typische Anforderungen:

  • eindeutige Zuordnung zum FTB
  • strukturierte Projektziele und Zeitpläne
  • Nachweis der Versorgungsrelevanz
  • transparente Qualitäts- und Leistungskennzahlen
  • nachhaltige, dokumentierte Maßnahmen

KHVVG Handlungsbedarf: Schritte zur erfolgreichen Umsetzung

1. Analyse bestehender Leistungsgruppen

2. Bewertung von Prozessen, IT und Datenmanagement

3. Identifikation relevanter Fördertatbestände

4. Erstellung eines Transformationskonzepts

5. Umsetzung unter Berücksichtigung von KHTFV-Anforderungen

KHVVG, KHTFV und FTB FAQ: Häufige Fragen für Krankenhäuser

01

Was ist das KHVVG?

+

Das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzt (KHVVG) reformiert die stationäre Krankenhausversorgung in Deutschland. Es definiert Leistungsgruppen, Vorhaltevergütung und Qualitätsanforderungen und zielt auf effiziente Strukturen, bessere Versorgung und Digitalisierung ab.

02

Was ist die KHTFV und wie hängt sie mit dem KHVVG zusammen?

+

Die Krankenhaustransformationsfonds-Verordnung (KHTFV) konkretisiert die KHVVG-Vorgaben für Fördermittel. Sie regelt förderfähige Maßnahmen, Nachweise und Antragsverfahren. Während KHVVG strategische Ziele beschreibt, gibt die KHTFV die praktische Umsetzungsregeln vor.

03

Welche Fördertatbestände (FTB) gibt es?

+

Die KHTFV definiert acht Fördertatbestände:

1. Standortübergreifende Konzentration akutstationärer Versorgungskapazitäten:

2. Umstrukturierung zu sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen:

3. Bildung telemedizinischer Netzwerkstrukturen

4. Bildung spezialisierter Zentren

5. Bildung regionaler Krankenhausverbünde

6. Bildung integrierter Notfallstrukturen

7. Schließung von Krankenhäusern oder Teilen davon

8. Schaffung zusätzlicher Ausbildungskapazitäten

04

Wie beantragt mein Krankenhaus Fördermittel nach KHVVG und KHTFV?

+

Krankenhäuser müssen ein Transformationsprojekt planen, das einem FTB zugeordnet ist. Wichtige Schritte:

  • Projektziele definieren
  • Zeit- und Ressourcenplanung
  • Nachweis der Versorgungsrelevanz
  • Dokumentation von Qualitäts- und Leistungskennzahlen
  • Antrag beim Transformationsfonds einreichen

Digitale Systeme erleichtern die Nachweisführung und erhöhen die Förderfähigkeit

05

Welche Rolle spielt Digitalisierung bei KHVVG und KHTFV?

+

Digitale Lösungen sind entscheiden:

  • Zentrale Bild- und Befundsysteme
  • Strukturierte medizinische Dokumentation
  • Standortübergreifende Datenintegration
  • Transparente Auswertung für Qualitätsnachweise

Ohne digitale Systeme ist die Einhaltung der Anforderungen deutlich schwieriger.

06

Ab wann gilt das KHVVG und die KHTFV?

+

Das KHVVG ist seit 2025 in Kraft. Die KHTFV regelt die konkrete Umsetzung der Fördertatbestände ab Inkrafttreten des Transformationsfonds. Frühzeitige Planung ist entscheidend für die Förderfähigkeit und Qualitätsnachweis.

07

Was sind die Vorteile der Umsetzung von KHVVG und KHTFV?

+
  • Finanzielle Planungssicherheit durch Vorhaltevergütung
  • Fördermittel für Transformation und Digitalisierung
  • Optimierte Versorgungsstruktur und Abbau von Doppelstrukturen
  • Verbesserung von Qualität und Transparenz
  • Zukunftsfähige IT- und Datenstrategie

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Offizielle Rechtsgrundlagen und weiterführende Quellen

Die Inhalte dieser Seite basieren auf den aktuellen gesetzlichen Grundlagen der Krankenhausreform sowie auf offiziellen Verordnungen und Veröffentlichungen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Die verlinkten Dokumente bieten detaillierte rechtliche Informationen zu den Prozessen, Fördertatbeständen und der Förderfähigkeit nach KHVVG und KHTFV.

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